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Start der 9. VR-ClassicCar Rallye am Fuggerplatz in Kaufering

Im Blindflug und im Rückwärtsgang

So spektakulär war die 9. VR-ClassicCar Rallye

Wenn der Rückspiegel zur Zeitmaschine wird und ein Tag voller Fahrfreude bevorsteht, dann ist wieder Rallye-Zeit: Bereits zum neunten Mal schickte die VR-Bank Landsberg-Ammersee eG historische Auto-Schmuckstücke auf die Strecke.

Bei strahlendem Sonnenschein ließen die Teilnehmer Einparkhilfen, digitale Cockpits und Fahrassistenten hinter sich. Statt moderner Technik standen das unverfälschte Fahrgefühl und die Faszination klassischer Automobile aus den Baujahren 1960 bis 1989 im Mittelpunkt.

Am bewährten Startplatz auf dem Kauferinger Fuggerplatz versammelten sich 53 Teams, angeführt von Vorstandsvorsitzendem Stefan Jörg mit der Startnummer 1. Pünktlich zum Start lag wieder dieses unverwechselbare Gemisch aus Vorfreude, Gemeinschaft, Benzin und dem Klang vergangener Jahrzehnte in der Luft.

04. Juli 2026 - Start der 9. VR-ClassicCar Rallye

Auch 2026 startete die 9. VR-ClassicCar Rallye vom Fuggerplatz in Kaufering aus.

"blindes Vertrauen" auf dem ADAC Testgelände im Penzinger Fliegerhorst

Auf dem ADAC-Testgelände im Fliegerhorst Penzing wurde den Teilnehmern „blindes Vertrauen“ abverlangt.

Wer allerdings glaubte, die rund 130 Kilometer lange Strecke würde einer gemütlichen Kaffeefahrt gleichen, wurde schon an der ersten Station eines Besseren belehrt. Die diesjährigen Wertungsprüfungen, die wieder gemeinsam mit regionalen Partnern durchgeführt wurden, verlangten den Teams echtes Zusammenspiel, Geschick und stellenweise sogar blindes Vertrauen ab. 

Der Auftakt fand auf dem ADAC-Testgelände im Fliegerhorst Penzing statt. Hier erhielt der Fahrer eine blickdichte Brille, und musste dann ausschließlich nach den Anweisungen seines Beifahrers den Parcours durchfahren. Eine außergewöhnliche Herausforderung, die Kommunikation und Vertrauen im Cockpit auf die Probe stellte – und von den Teams mit Bravour gemeistert wurde.

Die abwechslungsreiche Strecke führte die Teilnehmer nicht nur quer durch den Landkreis Landsberg, sondern auch hinaus zu einer landschaftlich reizvollen Runde rund um den Ammersee. 

Für das leibliche Wohl sorgte unterwegs unter anderem die amó cafébar in Herrsching mit einer „süßen“ Pause. Bei der Bäckerei Kasprowicz in Pähl wartete bereits die nächste Wertungsprüfung und eine frische Butterbreze, bevor die Rallye nach dem traditionellen Mittagsstopp auf dem Dießner Untermüllerplatz ihre Fahrt fortsetzte. 

Kurz vor dem Ziel wartete bei den Stadtwerken Landsberg eine weitere spektakuläre Aufgabe. Bereits zum zweiten Mal stellte das Team der Stadtwerke die letzte Prüfung auf der Strecke. Hier mussten die Fahrer rückwärts möglichst schnell einen Slalom bergauf absolvieren – eine Aufgabe, die nicht nur fahrerisches Können, sondern auch starke Nerven erforderte. 

Auch der Zieleinlauf auf dem Landsberger Flößerplatz hatte es noch einmal in sich. Vor zahlreichen Zuschauern galt es, möglichst exakt 500 Milliliter Wasser aus einer Gießkanne in einen Messbecher zu füllen – mittels Saugnapf auf der Windschutzscheibe, der wiederum mit einer Seilzugmechanik verbunden war und durch rückwärtsfahren bewegt wurde- anfassen verboten! 

Die jährliche Pause der VR-ClassicCar Rallye am Dießner Untermüllerplatz

Auch 2026 wurde Halt am Dießner Untermüllerplatz gemacht – natürlich mit Besuch im Gasthof Unterbräu.

Halt der VR-ClassicCar Rallye 2026 bei den Stadtwerken Landsberg

Bei den Stadtwerken Landsberg war auch beim 2. Mal fahrerisches Können gefragt. Foto: Stadtwerke Landsberg

Vor der Siegerehrung am Abend richtete Vorstandsvorsitzender Stefan Jörg den Blick auf seine Highlights: Die VR-ClassicCar Rallye ist die wohl familiärste Rallye in unserer Region. Jahr für Jahr ist es daher ein großes „Hallo“ schon am Morgen beim gemeinsamen Frühstück. Aber auch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der VR-Bank Landsberg-Ammersee eG - die Fanmacher - gehören zu dieser „Familie“ „Dank der vielen Kolleginnen und Kollegen der VR-Bank Landsberg-Ammersee eG, die solche Veranstaltungen in ihrer Freizeit freiwillig unterstützen, können wir ein Event dieser Größenordnung überhaupt auf die Beine stellen“, betonte Jörg dann auch. Sein Lob kam aus erster Hand, denn er war wie immer die gesamte Rallye – außerhalb der Wertung – selbst mitgefahren und konnte sich an jeder Station persönlich vom Engagement und der Begeisterung der Helfer überzeugen.

Für eine echte Premiere sorgte schließlich das Endergebnis: Zwei Teams beendeten die Rallye mit exakt derselben Punktzahl und teilten sich den dritten Platz. „Dann organisieren wir eben noch einen weiteren Pokal“, kommentierte Vorstand Martin Egger mit einem Schmunzeln. 

Die letzte Prüfung der VR-ClassicCar Rallye 2026

Bei der letzten Prüfung der VR-ClassicCar Rallye am Landsberger Flößerplatz, mussten die Teilnehmer möglichst exakt 500 Milliliter Wasser aus einer Gießkanne in einen Messbecher füllen.

Die Siegerehrung der VR-ClassicCar Rallye 2026

(l.) VR-Vorstandsvorsitzender Stefan Jörg, VR-Vorstand Martin Egger (2.v.r.) und VR-Marketingchef Manfred Doll (r.) zusammen mit den Siegern der diesjährigen VR-ClassicCar Rallye 2026

Die Sieger der 9. VR-ClassicCar Rallye 2026:

1. Platz: Michael Wenker mit seinem MG B GT (Baujahr 1974)

2. Platz: Moritz Muxfeldt mit dem Team „GolVo“ und seinem Volvo 740 GL (Baujahr 1988)

3. Platz: Christian Lechner mit seinem Mercedes W 110 Heckflosse (Baujahr 1966) sowie Leonard Wappler mit seinem Porsche 911 (Baujahr 1982) 

Und wie es bei der VR-ClassicCar Rallye längst Tradition ist, gilt auch diesmal: Nach der Rallye ist vor der Rallye. Am 3. Juli 2027 geht die Veranstaltung in ihre Jubiläumsausgabe. Dann schickt die VR-Bank Landsberg-Ammersee eG die Oldtimer bereits zum zehnten Mal auf die Strecke – und zum runden Geburtstag dürfen sich Teilnehmer und Zuschauer sicherlich auf die eine oder andere Überraschung der Fanmacher freuen.